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FESTAKT


Die Zentralfahne ist in Frauenfeld

So, wie man es im Thurgau gewohnt ist, lachte die Sonne über Frauenfeld auch beim Empfang der Zentralfahne und dem Festumzug durch die Stadt der grossen Feste.

Die Stadt der grossen Feste, so nannte Stadtammann Carlo Parolari in seiner Begrüssung die Hauptstadt des Kantons Thurgau, oder wie viele sagen, die Hauptstadt von Mostindien.

7. Juli – ein besonderer Tag
Stadtammann Parolari hofft mit OK-Präsident Philipp Stähelin zusammen natürlich auf eine gute Botschaft des Bundespräsidenten am 7.Juli. Philipp Stähelin: «Wir sind stolz, das Zeichen der Schützen (die Zentralfahne), welche für die Kraft aller Schützen sowie deren Wurzeln und Tradition steht, zu hüten.»




Jeder Schuss ein Genuss
Der SSV-Präsident Peter Schmid dankte allen, die zum guten Gelingen dieses Grossanlasses beigetragen hatten und es immer noch tun. Freiheit und Freundschaft sei im Thurgau in den beiden ersten Wochen spürbar gewesen und werde es auch bleiben. Die Schweiz werde hier gelebt, nicht in Papier und Paragrafen, sondern in der Gemeinschaft von Menschen, die sich im traditionell schweizerischen Sport begegnen. «Zum einen schiessen wir aus Freude, aber auch um uns in einer Gemeinschaft einzubringen und aus der Überzeugung, einen Beitrag zu leisten an eine offene und aufgeschlossene Schweiz, die Veränderungen zugänglich ist, aber auch an eine Schweiz mit eigenen Werten und Traditionen, zu denen wir Sorge tragen müssen», sagte Schmid.

«ESF05 ist ein Volltreffer»
Diese Aussage machte der Schütze und Bundespräsident Samuel Schmid, der seit über 40 Jahren eine «Schwäche» für den Schiesssport hat. Nach einem schwachen Schuss packe ihn jeweils der Ehrgeiz erst recht. «Dazu», so Schmid, «bin ich keineswegs abgeneigt vom Geruch des Pulverdampfs und Gewehrfett, und erst recht nicht vom Duft einer feinen Bratwurst.» Ob Schmid auch nach dem Absolvieren seiner sieben gelösten Stiche von einem Volltreffer spricht? Warten wirs ab! Der schwierigste Stich sei der Sektionsstich, denn hier gehe es nicht nur um das eigene Resultat, hier gehe es um die Gruppe, um ein Team. «Wir wollen, und ich setze alles daran, das Schiesswesen in die Zukunft zu tragen, müssen aber auch bereit sein, Selbstverantwortung zu übernehmen.» Mit einem Armeesackmesser zeichnete der Bundespräsident Veteran Walter Marti, den Jungschützen Boris Scheurer, beide Frauenfeld, sowie die zehnjährige Nadine Kübler, Gerlikon, aus. Das ESF sei Zeugnis, dass Schiessen ein Sport von verschiedenen Generationen sei.

«Fehlschuss bleibt Fehlschuss»
Eine solche Aussage kann nur einer machen, der es schon selber erlebt hat. Der Regierungsratspräsident des Kantons Thurgau, Roland Eberle, ist selber Schütze und weiss, dass ein Fehlschuss nicht zurückgeholt werden kann, sondern ein Fehlschuss bleibt. «Jeder Schütze kennt sein Ziel», meinte Eberle, und jeder sei bereit die Herausforderung – ein gutes Resultat – anzunehmen und das Ziel, welches im Zentrum der Scheibe liegt, zu erreichen. Eberle sprach auch die Orientierungslosigkeit an, welche sich breit zu machen drohe. Die Menschheit müsse nicht reich sein an Mitteln, aber an wirklichen Zielen. Und noch einmal Eberle: «In der Ausgewogenheit – im Zentrum liegt das Ziel.»


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