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Rundgang und Ausgang

In der Stadt und in der näheren Umgebung von Frauenfeld gibt es viel zu entdecken und zu besichtigen. Daneben lockt der Kantonshauptort aber auch mit einem guten Angebot für den gemütlichen abendlichen und nächtlichen Ausgang.

Das Wahrzeichen von Frauenfeld ist das Schloss. Dessen älteste Teile stammen aus dem 13. Jahrhundert. Der Wehrturm wurde von den Grafen von Kyburg erbaut. Das spätere habsburgische Verwaltungszentrum wurde im 14. und 15. Jahrhundert um mehrere Wohntrakte erweitert und im 16. Jahrhundert, als die eidgenössischen Landvögte hier residierten, ein weiteres Mal umgebaut. Heute ist im Schloss das Historische Museum des Kantons Thurgau untergebracht.
Frauenfeld - unterhalb von Rathaus und SchlossGleich neben dem Schloss befindet sich das Rathaus, der Sitz der Frauenfelder Stadtverwaltung. Der wohl schönste Saal in Frauenfeld gehört der Bürgergemeinde: Im Grossen Bürgersaal des Rathauses finden nicht nur kulturelle und gesellschaftliche Anlässe statt, hier wird auch das städtische und kantonale «Polittheater» des Gemeinderates und des Grossen Rates aufgeführt.
Sehenswert sind die zahlreichen Liegenschaften, die einst als Logierhäuser der Tagsatzungsabgeordneten dienten. Neben dem Zürcherhaus sind in der Altstadt etwa das Haus zum Hirschen – hier fanden die Glarner, St. Galler und Schaffhauser Unterkunft –, das Luzernerhaus und das Bernerhaus sehenswert. Sind in letzterem wechselnde Ausstellungen des Kunstvereins zu sehen, beherbergt das Luzernerhaus heute das Naturmuseum und Museum für Archäologie des Kantons Thurgau.
Markant ist auch die katholische Kirche St. Nikolaus in einer Mischung aus Neubarock und Jugendstil. Das ebenfalls am Bankplatz stehende Haus zur Krone ist zusammen mit dem Haus zur Palme unter einem gemeinsamen Mansardendach um einen Lichthof angelegt.
Das Schiff der reformierten Kirche grenzt an das Haus zum Schwert, das die Zürcher Tagsatzungsgesandten beherbergte.
Am Rande der Altstadt gelegen ist das Schul- und Regierungsviertel mit der Kantonsbibliothek. Als Querriegel und Gegenstück zum Rathaus im Süden schliesst das 1868 errichtete Regierungsgebäude die Altstadt im Norden ab.

Frauenfeld bietet auch eine schöne Anzahl gepflegter Gaststätten. Stellvertretend kann an dieser Stelle nur auf zwei hingewiesen werden. Die Geschichte des Gasthofes zum Goldenen Kreuz beispielsweise reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Gemäss der Tafelinschrift am Eckbau sollen hier sogar der Herzog von Weimar und sein Geheimrat und Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe abgestiegen sein.
Ganz andere Gemütlichkeit bietet das Brauhaus Sternen. Hier wurde 1851 das erste Bier gebraut. Kurz nach 1900 wurde das Restaurant umgebaut und mit Täfer und Decke im Jugendstil verschönert. Seit November 2003 werden hier die neuen Brauhaus-Biere gebraut.

Neben traditionellen kulturellen Ereignissen sind auch alternativere Kulturformen in Frauenfeld sehr willkommen. Fest etabliert hat sich das Eisenwerk. Es findet sich in einer Fabrikanlage, die von 1908 bis 1926 erbaut und ab 1984 durch die Genossenschaft Eisenwerk revitalisiert wurde. Das Eisenwerk erhielt 1991 den Schweizer Heimatschutzträger und wird heute genutzt für Wohnen, Gewerbe, Freizeit und Kultur (Mehrzwecksaal, Kleintheater, Restaurant, Kunsthalle).
Frauenfeld verfügt aber auch über Kinos und eine ansprechende Auswahl an Bars, in denen es sich abends ebenfalls wohl sein lässt.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Frauenfeld untertags sowie abends und nachts zu erkunden!


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