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27.05.2005
Letzte Sitzung des Organisationskomitees vor Festbeginn

Im Festzelt bei der 300m Schiessanlage auf der Grossen Allmend fand die letzte Sitzung des Organisationskomitees statt.

Einen eigentlichen Sitzungscharakter hatte der Anlass nicht, er diente umso mehr der Information aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Organisation. So informierte das OK-Präsidium noch einmal detailliert über das Eidgenössische Schützenfest mit seinen zahlreichen Spezialanlässen, die über die ganze Festdauer verteilt stattfinden werden.

Vizepräsident Karl Eisenring zeigte den Anwesenden zudem auf, wie ein Schütze, der nach Frauenfeld kommt, das Eidgenössische erleben wird, insbesondere wie die ganzen schiessspezifischen Abläufe für die teilnehmenden Schützinnen und Schützen sein werden.

Die Zahl von rund 130 Anwesenden zeigt, welch riesige Organisation ein solcher Grossanlass erfordert. Zum ersten Mal durften auch die 21 Hostessen begrüsst werden, die das Schützenfest begleiten werden. Eindrücklich ist auch die grosse Zahl der Helfer, die für den reibungsfreien Ablauf nötig sind. Täglich sind gegen 600 freiwillige Helferinnen und Helfer im Einsatz um den Schützen ein einmaliges Schützenfest in Frauenfeld möglich zu machen.


Als Einleitung zu seinen Ausführungen trug Karl Eisenring das folgende Schützen-Gedicht eines unbekannten Verfassers vor, das wir niemandem vorenthalten möchten:

Der Meisterschütz

Ein Schütz, von Nervosität keine Spur
fuhr nach Frauenfeld, hinter Winterthur.

Bald lag er auf dem Bauch im Stand,
Und nahm, was nötig war, zur Hand:
Den Schraubstock, um das Korn zu schieben,
die Hörschutzklappen, Grösse sieben,
die Lederjacke, Schützenbrille,
die Anti-Nervenkrisenpille,
die Augentropfen, Blendschutzmütze,
den Knieschutz und die Vorderstütze,
ein kleines Fläschchen, mit Veltliner
- und schliesslich auch den Karabiner.

Nach für den Laien langer Zeit
War er zum ersten Schuss bereit.
Er hob die Mündung Richtung Scheibe,

dass er den Schuss ins Zentrum treibe;
er senkte kurz die Augenlider,
entspannte sich und hob sie wieder;
dann zielte auf das schwarze Ding er
und krümmte seinen Zeigefinger.

Es knallte nicht. Es knackte nur,
weshalb er in die Höhe fuhr
und fand, es könnte gar nichts schaden,
den Karabiner auch zu laden.


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