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14.02.2005
Der Eidg. Ständematch – eine halbe Weltmeisterschaft
Als sportlicher Höhepunkt des Eidgenössischen Schützenfestes 2005 in Frauenfeld darf der Eidgenössische Ständematch bezeichnet werden, welcher vom Freitag, 15. Juli bis Sonntag 17. Juli zur Austragung gelangt.
Der Eidg. Ständematch beinhaltet in sportlicher Hinsicht so viele Besonderheiten und stellt dermassen hohe Ansprüche, dass die Zuschauer sicher sein können, dass hier nur absolute Könner, und keine Durchschnittsschützen am Werk sind. Welchen Stellenwert dieser Wettkampf, der in den Disziplinen Freigewehr und Standardgewehr nach Internationalen Regeln (International Shooting Federation) ISSF (somit werden auch Dopingkontrollen durchgeführt) zur Austragung gelangt einnimmt, zeigt sich auch daran, dass in verschiedenen Kantonen mit dem Training bereits schon im Winter begonnen wurde. Ja es gibt Verantwortliche, welche ihren Schützen vor den Ausscheidungsschiessen noch Schiesskurse in allen Stellungen anbieten und somit nichts dem Zufalle überlassen, sondern nur ein Ziel vor Augen haben – in Frauenfeld auf dem Podest zu stehen, am liebsten natürlich in der Mitte.
Der Ständematch, so urteilen Fachleute, ist höher einzustufen als die Schweizermeisterschaften und neu geschossene Rekorde werden anerkannt. Dies dürfte auch ein Grund sein, weshalb nicht nur im Wettkampf absolute Meister am Werk sind, sondern auch bei der Waffen- und Kleiderkontrolle. Diese Leute kennen die Reglemente im „FF“ und verlangen dies auch von den Wettkämpfern. Wer den Chef Wettkampf- und Kleiderkontrolle kennt, der weiss, dass dieser sich nicht täuschen lässt und sich nicht scheut bei Zuwiderhandlung ein Riemchen, Knöpfe, zu lange Sohlen usw. mit dem Sackmesser entfernt.
Ihr Kontingent mit zehn Gruppen (sieben Elite, drei Nachwuchs) voll ausgeschöpft haben die Kantone Aargau, Bern, St. Gallen und Zürich. Im Bereich Gewehr können die Kantone sechs Gruppen stellen, im Pistolenbereich sind es deren vier. Die Elitegruppen steigen mit vier Schützen in den Wettkampf, welcher 60 Schuss umfasst, die Nachwuchsgruppen mit drei Schützen. Der Eidgenössische Ständematch ist an einem Eidgenössischen, zu welchem mehr als 50'000 Schützinnen und Schützen erwartet werden nebst dem Schützenkönigsausstich der Wettkampf, von dessen Resultaten noch Jahre danach gesprochen wird, währenddem alle anderen Resultate so vergänglich ist wie bei jedem „normalen“ Wettkampf.
Der Eidg. Ständematch birgt verschiedene Eigenheiten. Es ist kein Wettkampf an dem jeder Schütze mitschiessen kann; jeder Teilnehmer muss sich im Kanton in einem Ausscheidungsverfahren qualifizieren. In grösseren Kantonen sind die Ausscheidungen besonders hart, darf pro Stand (Kanton) und Disziplin doch nur je eine Gruppe mit 4 Schützen bei der Elite und 3 Schützen beim Nachwuchs, starten. Wer z.B. Appenzell und Bern vergleicht, der weiss wo die Trauben für eine Qualifikation höher hangen. Weitere Besonderheiten sind, dass ein Schütze nur in einer Disziplin eingesetzt werden darf und der Ständematch Gewehr je nach Disziplin in zwei Stellungen (liegend/kniend) oder in drei Stellungen (liegend/stehend/kniend) geschossen wird. Der Wettkampf beinhaltet bei den Gewehr- wie bei den Pistolenschützen 60 Schuss. Dass jeder Kanton mindestens mit einer Gruppe vertreten ist gehört dazu, alles andere wäre für den fehlenden Kanton ein grosser Imageverlust.
Der Ständematch wird vom Schweizer Schiesssportverband (SSV) mit Projektleiter Andreas von Känel organisiert. Einer der wichtigsten Männer am Ständematch in Frauenfeld ist aber der Chef Waffen- und Kleiderkontrolle, Walter Oesch, Lyss, der diese Amt bereits im Jahre 2000, am Eidgenössischen in Bière inne hatte. Die Personen für die Waffen- und Kleiderkontrolle hat Oesch bereits organisiert, anders sieht es bei den Richtern aus – da fehlen ihm noch einige, das heisst 2 bis 3 Mann pro Tag. Diese Personen müssen betreffend Reglemente auf dem neusten Stand und recht sattelfest sein, wird doch mit dem Freigewehr und Standardgewehr nach International Shooting Federation (ISSF) geschossen. Dazu kommt eine lange Präsenzzeit und eine gehörige Portion Mut. Mut deshalb, weil es nicht einfach ist einen Kollegen der die Regeln missachtet zu verwarnen oder gar zu disqualifizieren.
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Schlussbericht Eidg. Schützenfest Frauenfeld 05
Der Schlussbericht des Eidgenössischen Schützenfestes Frauenfeld 05 liegt zum Download bereit.
Download Schlussbericht
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